Chronik der ELJ Sulzdorf

 

 

Die Evangelische Landjugend Sulzdorf hat ihren Ursprung in dem 1963 durch Pfarrer Friedrich Ruhsam gegründeten Jugendkreis. Als Pfarrer Ruhsam 1970 Sulzdorf verlies, setzten sich die Jugendlichen zusammen und beschlossen aus dem Jugendkreis eine Evangelische Landjugendgruppe zu gründen.

Hierbei trat vor allem Friedhelm Fischer als treibende Kraft in Erscheinung. Er wurde als erster Vorsitzender der Landjugendgruppe gewählt und hatte dieses Amt acht Jahre inne.

Unter der Leitung von Friedhelm Fischer wurde 1972 erstmals mit der Aufführung von Theaterstücken begonnen, was bis heute aufrecht erhalten wird.

1972 fand die erste Landjugendolympiade in Sulzdorf statt, welche anlässlich des 10jährigen Bestehens im darauf folgenden Jahrwiederholt wurde.

Mitte der 70er Jahre wurden die Aktivitäten der Landjugend weiter ausgebaut. So begann man zur Freude aller Haushalte mit dem Sammeln von Altpapier in der Gemeinde. Weitere Highlights waren das jährliche Ausrichten eines Sonnwendfeuers mit Jugendgottesdienst und das Aufstellen des Maibaumes an Pfingsten in der Dorfmitte.

 

 

 

Im Jahr 1986 beschlossen die damaligen verantwortlichen, das 25jährige Jubiläum der Gruppe zu feiern. So wurde im Mai 1988 den Besuchern drei Tage lang ein tolles Programm für jedermann geboten. Aus dem Erlös der Veranstaltung spendete die ELJ Spielgeräte für den gemeindlichen Spielplatz.

 

 

Der Gruppenraum der ELJ befindet sich seit je her im ' Obergeschoss des Gemeindehauses, wo man sich jeweils montags trifft. Seit 1988 bietet die ELJ den "Älteren" die Möglichkeit ihre Verbundenheit zur Gruppe auch weiterhin als "passive" Mitglieder zu zeigen. Zur Zeit gehören über 100 Mitglieder der Landjugendgruppe in Sulzdorf an. Um die gute Zusammenarbeit in der Gruppe auch nach außen zu darzustellen wurde ein eigenes ELJ-Outfit angeschafft. Es umfaßt mittlerweile Hut, Pullover, T-Shirt und Top.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben den traditionellen Aktivitäten wie den Theateraufführungen, die Dank des großen Zuspruchs (im Jahr 2001 erstmals über 700 Zuschauer) auf drei Abendveranstaltungen erweitert wurden, hat sich das Bild der ELJ - Gruppe in den Jahren gewandelt. Im Jahr 2003 veranstaltete die ELJ bereits zum 16 mal ein Jugendzeltlager für Kinder von 7-14 Jahren. Besonders erfreulich für die ELJ ist hierbei die große Resonanz, was durch ständig wachsende Teilnehmerzahlen belegt wird (50 Kinder in 2003).

 

 

 

 

Die Durchführung von ELJ-Ausfgen, Beteiligung am Krippenspiel, Mithilfe bei der ADAC - Grabfeldrallye sowie die aktive Beteiligung in der Dorfgemeinschaft runden das heutige Bild der ELJ-Gruppe ab.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere feste Bestandteile im Terminkalender der ELJ sind das Frühlingsfest mit Ostereiersuche, der Nikolaus und die Themenweihnachtsfeier im Gruppenraum.

Spuren im Schnee" 1998 hinterließen am Sonntag Nachmittag der Nikolaus und sein treuer Begleiter Knecht Ruprecht. Die beiden waren wieder in Sulzdorf a. d. Lederhecke unterwegs, um den Kindern Geschenke zu bringen. Und wie jedes Jahr am 6. Dezember hatte der Nikolaus in seinem großen, goldenen Buch auch allerhand Informationen über seine kleinen Schützlinge aus dem vergangenen Jahr < dabei. Aber neben ein bisschen ins Gewissen reden" und Lob gab es dann natürlich von den Kindern ein Gedicht oder ein Lied für den Nikolaus. Als Belohnung durften sie ein paar Nüsse und Mandarinen aus dem kleinen Beutel, und dann die Päckchen aus dem großen Sack in Empfang nehmen. Diesen schönen Brauch halten in Sulzdorf a. d. L. Mitglieder der Evangelischen Landjugend schon fast 20 Jahre aufrecht. Bleibt also nur abzuwarten, ob es in den nächsten Jahren am Nikolaustag wieder Spuren im Schnee gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

Eine etwas andere Kirchweih gab es im Jahr 1999 in Sulzdorf a. d. L. Die Kinder-Kirchweih mit Karussell und Schießbude fand heuer eine Woche zu früh statt. Und am eigentlichen Kirchweihwochenende gab es dann für die Erwachsenen ein Novum. Die Evangelische Landjugend hatte sich etwas besonderes einfallen lassen, nämlich eine Selbstdurchgeführte Schlagerparade. Zusammen mit den Wirtsleuten vom „Grünen Baum" haben sie zu den Liedern aus den 70er und 80er Jahren in den Tanzboden eingeladen. Die Damen wurde mit einer Sonnenblume empfangen, und alle Ehepaare über 40 durften ohne den Eintrittspreis von sage und schreibe 99 Pfennigen eintreten. Und Jung und Alt schwangen gleichermaßen das Tanzbein zu den Liedern von Roland Kaiser und Wolfgang Petry.

 

. Hin und wieder konnte man sogar „Original-Kleider" wie Schlaghosen und Blumendruck-Blusen finden. Thorsten Schad und Ralph Schindler hatten mit Platten auflegen alle Hände voll zu tun, und erledigten ihren Job wie echte Profis. Das Fazit der ersten Schlager-Kirchweih in Sulzdorf a. d. L. ist eindeutig, denn es hat Allen gefallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Die Evangelische Landjugend von Sulzdorf a.d.L. kümmert sich schon seit Generationen um das Aufstellen des Maibaumes.

In Sulzdorf selbst und den umliegenden Orten Sternberg, Zimmerau, Schwanhausen und Serrfeld, aber auch im benachbarten Landkreis, so etwa in Ermershausen, ist es seit jeher Tradition, den Maibaum erst am Pfingstsamstag aufzustellen. Um die etwa 20 Meter lange Birke an ihren angestammten Maibaumplatz gegenüber der Kirche zu bringen, braucht es viele junge Burschen und auch einiges an Muskelkraft. Zuerst wird der ausgesuchte Baum von den jungen Männern aus dem Wald geholt. Die daran Beteilligten schmücken ihre Fahrzeuge dann mit Maierlich", zu deutsch Birkenzweigen. Per Schlepper und Holzwagen gelangt dann die Birke zu ihrem neuen Standort. Mit Hilfe von den so genannten Schwalben, zwei mit Ketten verbundene Holzstangen, wird die Birke nach und nach in die Höhe gebracht. Allerdings darf ein erfahrener Kommandoführer am Brett" dabei nicht fehlen. Er steht am Fuße des Maibaumes und überwacht, dass der Baum in das extra dafür geschaffene Loch rutscht. Mit Technik und Augenmaß gelingt es den Jugendlichen immer wieder aufs Neue, den Maibaum aufzustellen. Dieses Schauspiel lockt jedes Jahr die Bewohner von Sulzdorf und auch Gäste, denn ein geselliges Straßenfest für Jung und Alt schließt sich der Prozedur des Aufstellens an, wobei auch das "Burschentrinken" ausgetragen wird. Richtig beendet ist das Maibaum-Aufstellen" aber erst nach dem Frühstück der Baumbewacher am nächsten morgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 2000 hat die ELJ auch eine eigene Kleinfeldmannschaft die sich regelmäßig und mit viel Erfolg an den Turnieren in der näheren und weiteren Umgebung beteiligt. Selbstverständlich wird in ELJ eigenen Trikots gespielt. Im Jahr 2001 nahmen sogar die „Alten Herren der ELJ am Turnier in Sulzdorf teil.