Wenn die Maus Mäc Härder trifft

Sulzdorf Mit der Joe Williams Band startete die Evangelische Landjugend von Sulzdorf in ihr großes Festwochenende anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens.

Und da dies für eine Jugendgruppe ein beinahe biblisches Alter ist wurde denn auch kräftig bis in den späten Abend hinein gefeiert.

Den zweiten Festtag gestaltete die Gruppe Neumond mit einer einzigen Party und Superstimmung bis in die frühen Morgenstunden. Die meist jungen Leute tanzten ausgelassen, starteten spontan eine Polonaise und hatten einfach Spaß an der Musik. Die sechs Musiker spielten nicht nur tolle Musik, sondern sie lebten sie richtig auf der Bühne aus.

Der Sonntag begann mit einem Familiengottesdienst im Festzelt. Eigens dazu war auch der Landjugendpfarrer aus Pappenheim, Walter Engeler, bereits am Samstagabend angereist. Zusammen mit Pfarrerin Maren Michaelis gestaltete er den abwechslungsreichen und farbenfrohen Gottesdienst.

Auf dem Podium, das mit der Landjugendfarbe orange wunderschön ausgeschmückt war, machten sich zuerst die Konfirmanden Gedanken über ungeklärte Fragen. Und wer kann diese Fragen besser beantworten als "die Maus". Selber gerade 40 Jahre alt geworden, kam sie auch persönlich zu Wort - ein echter Hingucker für die Kinder mit ihrem orangefarbenen Bauch, ihrem Lächeln und ihren großen Ohren.

Die Kindergottesdienstkinder hatten ein Blumenlied einstudiert. Alle Blumen dieser Erde, egal ob blau, rot oder gelb, können zusammen harmonieren, genauso, wie es die Menschen eigentlich auch tun sollten. Die Kinder verschenkten an die Gottesdienstbesucher je eine orangefarbene ELJ-Rose.

Pfarrer Engeler verglich die Rose mit den Menschen. "Diese Blume wächst heran, bildet Knospen, riecht gut und macht einfach Freude. Aber sie kann auch verletzend sein, denn sie hat Dornen," so der Pfarrer. "Und wir Menschen verletzen meistens die Menschen, die wir am meisten lieben." Neben dem Posaunenchor wurde dieser Gottesdienst noch von einer Gitarrengruppe musikalisch begleitet.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde es Zeit für den Schirmherrn Mäc Härder, der ELJ persönlich zu gratulieren. Natürlich fiel diese Laudatio ganz anders aus als man es sonst von Schirmherren gewohnt ist. Er stellte klipp und klar fest, dass eine Jugendgruppe mit 40 Jahren eigentlich nicht mehr jung ist. Aber in diesem Fall sei 40 eine bemerkenswerte Zahl. Mit seiner bekannt humoristischen "schwarzen Ader" brachte er dann Ausschnitte aus seinem Programm. Und das gutgelaunte Publikum forderte glatt noch Zugaben und sparte nicht mit Applaus. Die Zeltlager-Kinder der ELJ konnten sich anschließend alle ein "Geburtstags-Eis" abholen und mit ihren Eltern oder Großeltern das eine oder andere Spiel bei der Landjugend-Olympiade ausprobieren. Zum Austoben stand eine Hüpfburg bereit. Für die Erwachsenen spielten am Abend die "Jungen Eschenbachtaler" auf.


 

Artikel von Ralf Seidling

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