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15.09.2004 16:54

Freunde, Freiheit, Sonnenschein

Sulzdorf (rs) Beim Sommer-Zeltlager der evangelischen Landjugend von Sulzdorf sind längst nicht nur Kinder aus der Großgemeinde mit dabei. Es hat sich herumgesprochen, dass die Jugendlichen nicht nur einfach zum Zelten fahren, nein, da ist einiges mehr geboten.


Die 13 Betreuer, die sich für diese fünf Tage allesamt extra Urlaub oder frei genommen haben, bekommen dafür auch keine Bezahlung oder etwas Ähnliches. Einzig und allein die Freude der teilnehmenden Kinder, in diesem Jahr 50 an der Zahl, und der Spaß in dieser gemeinsamen Woche ist Ihnen immer wieder Ansporn einen neuen Zeltplatz zu suchen und ein Wochen-Programm auszutüfteln.

Heuer war der Zeltplatz in Falkenstein bei Donnersdorf das Ziel. Mit Bussen vomKreisverband, Kreisjugendring, der Kirchengemeinde und der Unterstützung durch die Firmen Welz aus Maroldsweisach und Fließen Stöckinger aus Bad Königshofen wurde auch diese logistische Herausforderung gemeistert. Denn die Kinder müssen nicht von den Eltern zum Zeltplatz gebracht werden.

Die Freizeit beginnt für Kinder und Eltern schon im Pfarrhof vor dem ELJ-Domizil in Sulzdorf und endet beim jeweiligen Kind an der Haustür: die Kinder werden allesamt nach Hause gefahren. Meistens recht glücklich, etwas müde und hie und da vielleicht auch etwas schmutzig haben die Kinder dann Zuhause vieles zu erzählen. Und davon gab es auch heuer wieder reichlich. Da gab es die Kanufahrt auf dem Main von Haßfurt bis nach Schonungen mit den dazugehörigen Schleußen.

"Superschön" ist es in der Natur und beim Rudern kann man prima Mitsingen - aber es ist auch "Super anstrengend".

Natürlich gab es auch Wanderungen in die nahe gelegenen Weinberge und zum Zabelstein, einen Fakelzug, Lagerfeuer mit Liedern, Sketchen und Gruselgeschichten und jede Menge an Ballspiel-Möglichkeiten. Es fand selbstverständlich auch der unerlässliche nächtliche Überfall statt. Der ist aber vorher genau abgesprochen und endet mit einem Happy-End: die Überfäller werden für ihr Eindringen von den Kindern "bestraft".

Dankt der Unterstützung durch die Firma Trice konnten auch alle Teilnehmer wieder ein ELJ-Zeltlager-T-Shirt bemalen und mit nach Hause nehmen. Für die Teilnahme an der Lagerolympiade mit nicht alltäglichen Spielen erhielten alle eine entsprechende Urkunde.

Extra zum Lagergottesdienst ist Pfarrerin Maren Michaelis angereist. Mit dabei hatte sie das Thema Freundschaft. Und dazu hatten die Jungen und Mädchen ebenso wie die Betreuer zuvor Freundschaftsbänder gebastelt. Ein sehr konkretes Motto, das die Kinder in diesen fünf elternlosen Zelttagen hautnah erleben konnten.

Es gab aber noch mehr Bastelangebote: Filzbälle herstellen, Namens-Buttons gestalten oder Skubidou-Bänder bearbeiten, Holzlöffel schnitzen oder Bilderrahmen bemalen.

So war auch der zu Wochenbeginn niedergehende Regen kein Problem. Bei der Heimreise hatten die Kinder also einiges mehr im Gepäck, und seien es auch nur Steinchen, Äste oder Grashalme die sich da zwischen die kurzen Hosen und die Gummistiefel gemogelt haben.

Artikel von Ralf Seidling

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