Die Erwartungen mehr als erfüllt

SULZDORF (RS) Das Theaterspielen hat in Sulzdorf Tradition: Bereits seit 1972 bewegen sich zahlreiche Mitglieder der evangelischen Landjugend auf den Brettern, die die Welt bedeuten.


Foto: Ralf Seidling

Anfangs wurde im Gasthaus "Grüner Baum" gespielt. Später erfolgte der Umzug ins Gemeindezentrum. Und dort fühlen sich die Jugendlichen bis heute sichtlich wohl.

Auch heuer gab es wieder drei ausverkaufte Vorstellungen. Und das, obwohl oder weil in Großeibstadt haargenau das gleiche Stück von Regina Rösch, "Der ledige Bauplatz" (wir berichteten ausführlich) aufgeführt wurde.

Der große Unterschied zu Großneuscht ist aber, dass es sich in Sulzdorf um keine "richtige Theatergruppe" handelt, sondern ausschließlich Jugendliche der Landjugend auf der Bühne stehen.

Neben den schon erfahrenen Spielern wie Kai Kästner, Walter Ortlauf, Klaus Pötsch, Uwe Schneider, Sebastian Fell, Ramona Fell und Elke Weiß standen Karin Berger zum zweiten Mal und Simon Matz zum ersten Mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Gerne kommen sie alle zu den Proben zusammen und Ralf Seidling, der Regie führt, kann sich über mangelndes Engagement nicht beklagen.

Das Publikum honoriert, dass die jungen Leute in die Rollen der verschiedensten Figuren schlüpfen und diese Tradition seit vielen Jahren aufrecht erhalten. Die Begrüßung fiel in diesem Jahr etwas anders aus und war allein schon einen Besuch wert: Brigitte Dellert stürmte in den Saal und der neuen Pfarrerin Maren Michaelis in die Arme. Diese wusste von den Theaterabenden noch nicht viel. Also erklärte ihr die Vorsitzende alles wissenswerte, zum Beispiel, wer mitspielt, dass es Pausen gibt oder um was für ein Stück es sich handelt.

Und dann fand bekanntlich zwischen den Theaterabenden in diesem Jahr auch noch der Festkommers zum 40-jährigen Bestehen der ELJ Sulzdorf statt - schon erstaunlich, was diese junge Truppe alles auf die Bühne des Gemeindezentrums bringt. Beinahe kann man sagen, der Bauplatz samt der alten Jungfer im Stück fanden ein richtiges Zuhause, und die Landjugend hat mit den beiden Wochenenden wieder mal alle Erwartungen mehr als erfüllt. Und neben den Akteuren auf der Bühne gab es auch noch viele fleißige Hände hinter den Kulissen, denen großer Dank gebührt.


Foto: Ralf Seidling
Artikel von Ralf Seidling

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